Hospitality
Sonnensegel am Jägersberg – Beschattung für Panorama-Architektur im Allgäu
Auf 895 Metern Höhe, hoch über Oberstdorf, liegt der Jägersberg – ein Ort, an dem Architektur, Natur und Ruhe in perfekter Balance stehen. Großzügige Glasflächen, klare Linien und ein freier Panoramablick auf die Allgäuer Alpen prägen das Anwesen. Genau hier stellte sich eine zentrale Frage: Wie schafft man Schatten, ohne die Aussicht zu verlieren?



Die Herausforderung: Offenheit bewahren, Schutz bieten
Die Terrasse ist ein wesentlicher Bestandteil des Hauses – mit Infinity-Pool und direktem Blick in die Berglandschaft. Gleichzeitig sorgen die großflächigen Verglasungen für eine starke Aufheizung im Innenraum. Klassische Lösungen wie Markisen oder Sonnenschirme kamen nicht infrage. Sie hätten die klare Architektur gestört und den Blick nach außen eingeschränkt.

Ein maßgefertigtes Doppeldreieck-Sonnensegel, präzise geplant und exakt auf die Gegebenheiten abgestimmt.
Das Segel spannt sich über die Terrasse und schützt sowohl den Außenbereich als auch die dahinterliegenden Innenräume vor direkter Sonneneinstrahlung. Gleichzeitig bleibt die Sicht nach außen vollständig frei.
Die Steuerung erfolgt vollautomatisch:
Am Morgen fährt das Segel über den Sonnenwächter aus, am Abend wieder ein. Ergänzt wird das System durch eine Windüberwachung, die für zusätzliche Sicherheit sorgt.
Besonderes Augenmerk lag auf der architektonischen Integration. Die Konsolen wurden in mehreren Schritten montiert und anschließend mit Holz verkleidet, sodass sie sich harmonisch in die Fassade einfügen.
Die Konstruktionselemente – Säulen, Steher und Konsolen – sind in Anthrazit gehalten und treten optisch in den Hintergrund. So entsteht eine Beschattungslösung, die nicht als technisches Element wahrgenommen wird, sondern als selbstverständlicher Teil des Hauses.
Das Sonnensegel reduziert nicht nur die Hitze auf der Terrasse, sondern verbessert spürbar das Raumklima im gesamten Wohnbereich. Die großen Glasflächen bleiben frei – ohne heruntergelassene Raffstores oder störende Beschattungselemente.
Der Außenraum wird zu einem echten Lebensraum: geschützt, ruhig und jederzeit nutzbar.
Und auch am Abend bleibt es darunter spürbar wärmer – das Segel hält die Wärme auf der Terrasse, statt sie in den Nachthimmel entweichen zu lassen.
Das Segel fährt am morgen automatisch aus und am Abend automatisch ein. Dies wird über den Licht- und Windsensor gesteuert. Bei Sturm mit Wind ab Windstärke 7 (50–61 km/h) fährt das Segel automatisch ein.
Video
Handwerkliche Meisterstücke aus dem Allgäu
Seit über 20 Jahren führt Thaddäus Berktold seine Zimmerei im Allgäu mit klarem Fokus auf nachhaltiges Handwerk und alpine Baukultur. Ob klassischer Dachstuhl, Berghütte oder die Sanierung des Jägersbergs – seine Arbeit verbindet traditionelle Bauweisen mit moderner Architektur, Präzision und Verbundenheit zur Region.
Projekt-Highlights

Schatten ohne Sichtverlust
Das Doppeldreieck-Segel beschattet Terrasse und Innenräume, ohne den Panoramablick auf die Allgäuer Alpen einzuschränken – die Sicht bleibt frei.

Teil der Architektur
Säulen und Konsolen in Anthrazit, mit Holz verkleidet, treten optisch zurück. Die Beschattung wirkt nicht technisch, sondern wie Teil des Hauses.

Vollautomatik mit Windwächter
Sonnenwächter und Windsensor steuern das Segel: morgens fährt es aus, abends ein. Bei Sturm ab Windstärke 7 (50–61 km/h) rollt es automatisch sicher wieder ein.

Besseres Raumklima
Das Segel senkt die Hitze auf der Terrasse und im Wohnbereich – ganz ohne Raffstores. Die großen Glasflächen bleiben dabei vollständig frei.
Fazit
Das Projekt am Jägersberg zeigt, wie Beschattung in sensiblen architektonischen Kontexten gedacht werden kann: zurückhaltend, präzise und funktional. Ein Sonnensegel, das nicht im Vordergrund steht, sondern den Ort unterstützt – indem es Schatten schafft, das Raumklima verbessert und gleichzeitig die Aussicht vollständig erhält. So entsteht ein Außenraum, der sich selbstverständlich anfühlt – und ein Innenraum, der davon profitiert.
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